Warum kann ich nicht einfach irgendwelche Tricks und Werkzeuge für eine bessere Kommunikation lernen?
Warum muss ich mich jetzt auch noch mit mir selbst eingehender beschäftigen?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Weil unser gesamtes Innenleben – die Emotionen, Sorgen, Glaubenssätze, unbewusste Anteile und Verhaltensweisen  u.s.w. – Auswirkungen auf unsere Kommunikation hat. Beschäftigen wir uns damit, lernen wir auch gleichzeitig eine neue Welt kennen – bei uns selbst wie auch bei anderen.

Wir werden

  • bewusster im Hier und Jetzt leben,
  • uns selbst mehr/besser wahrnehmen ( Empfindungen, Gefühle, Gedanken,
  • den Körper, unser Verhalten, …),
  • uns besser kennenlernen, z. B. indem wir eigene Gedanken- und Verhaltensmuster durchschauen,
  • Dinge wahrnehmen, die andere nicht bemerken,
  • leichter loslassen können,
  • mit schwierigen Situationen besser umgehen,
  • lernen, sich in andere hineinzuversetzen, und dadurch mitfühlender werden,
  • Situationen besser einschätzen und dadurch angemessen handeln können,
  • (schneller) zur Ruhe finden,
  • ausgeglichener sein,
  • geduldiger werden,
  • uns besser konzentrieren können,
  • stressresistenter werden,
  • Gewohntes und Bekanntes „neu entdecken“, anders wahrnehmen,
  • mehr genießen,
  • aufnahmefähiger werden,
  • Entschleunigung in unseren Alltag bringen.

(nach Burkhard Heidenberger, http://www.zeitblueten.com)

Die vielleicht schwierigste Aufgabe ist das wertfreie Wahrnehmen. Es bedeutet: Nicht über das zu urteilen, was ich wahrnehme, sondern es einfach so sein zu lassen, wie es ist.

Nicht über das Verhalten, Aussehen oder die Herkunft anderer Menschen zu urteilen fällt uns schwer (denken Sie an den Clan in der Steinzeithöhle aus dem Beitrag „Das Vor-Urteil“).

Übung: Suchen Sie sich einen ungestörten Platz. Setzen Sie sich aufrecht hin. Legen Sie eine Hand flach auf den Bauch und die andere flach über das Brustbein gleich unterhalb des Schlüsselbeinansatzes. Spüren Sie zunächst, wo Ihr Körper die Sitzgelegenheit berührt. Spüren Sie, wie Ihre Füße den Boden berühren. Atmen Sie nun zunächst in den Bauchraum ein und lenken Sie den gleichen Atemzug weiter in den Brustbereich. Halten Sie inne und zählen Sie bis zwei. Atmen Sie dann zuerst aus dem Bauchraum und dann erst aus dem Brustraum aus. Halten Sie wieder inne und zählen Sie bis zwei. Wiederholen Sie die Übung zehn Mal. Versuchen Sie während der Übung nur den Atemstrom wahrzunehmen. Die Übung lässt sich auch im Liegen gut durchführen. Spüren Sie dann zuerst, wo ihr Körper aufliegt. Beginnen Sie dabei an den Füßen und „wandern“ Sie bis zum Kopf.

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