Der Mensch kommt auf die Welt wie ein unbeschriebenes Blatt Papier. Das Papier besitzt allerdings das „Wasserzeichen“ der Vorfahren (genetische Prägung). Zu den geerbten Eigenschaften gehören z.B. Talente, körperliche Ausprägungen und das Temperament.

Das Kind wird während seiner Entwicklung beeinflusst von den Maßstäben der Bezugspersonen und der Umgebung. Diese Wertungen werden unbewusst gespeichert (Glaubenssätze). Beispiel: Du bist nur etwas wert, wenn du dich anstrengst. Du musst immer der/die Beste sein, sonst wirst Du nicht geliebt. So entsteht die ganz persönliche und oft unbewusste Voreinstellung, die die Wahrnehmung und Kommunikation prägt.

  1. Alle diese Voraussetzungen und Eigenschaften füllen den „individuellen Rucksack“. Manche dieser Eigenschaften erweisen sich im Erwachsenenleben als ungünstig, weil sie immer wieder zu Problemen im Miteinander führen. Der Rucksack muss „ausgemistet“ werden.
  2. Welche Eigenschaften, Verhaltensweisen, Denkweisen, Einstellungen will ich behalten? Welche will ich ablegen? Was ist mein eigentliches „Ich“?
  3. Schaue ich regelmäßig nach, ob ich den Rucksack wieder mal „ausmisten“ muss?

Das Ausmisten befreit mich von unnötigem Ballast und gibt mir die Möglichkeit, mich persönlich weiterzuentwickeln in eine Richtung, die ich für wichtig und sinnvoll erachte.

Übung: Was findet sich in Ihrem „Rucksack“? Machen Sie sich einmal Notizen zu folgenden Aspekten:

In meinem Rucksack gibt es: Beispielsweise gute technische Fähigkeiten, ein Hang zur Trägheit, Sprachtalent, entgegenkommendes Verhalten, cholerisches Temperament usw.

Ich will behalten, was für mich nützlich ist und mir guttut: Beispielsweise mein Altruismus und die Fähigkeit, Gefühle als wichtige Informationsquelle zu achten usw.

Ich miste aus, was ich nicht mehr brauche und was mir schadet: Beispielsweise meine impulsive Art, die anderen Angst machen kann; mein Hang zum „Löcherstopfen“ mit Süßigkeiten; mein Helfersyndrom usw.

 

 

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